Ballettbekleidung – Veränderungen der Ballettkostüme

Im Lauf der Jahre sowie mittels der Ballett-Geschichte hat sich natürlich auch die Ballettbekleidung beziehungsweise die Kostüme der Balletttänzer weiterentwickelt. Im Allgemeinen wurde das Design kürzer sowie leichter, sodass selbst die kleinsten Fußbewegungen deutlich zu erkennen sind. Dies war zudem äußerst ideal für eine innovative Erweiterung der Bewegungsabläufe mit schwierigen Techniken. Auch heutzutage findet klassischer Tanz in wenig veränderter Ballettbekleidung statt. So trägt Giselle beispielsweise stets das knielange Kleid und die Schwäne kann selbst jeder Ballettlaie im “Schwanensee” erkennen.

Bei der Bekleidung für Damen unterscheiden sich lange Tüllröcke (für Geisterwesen), das schmale Kleid sowie das Tutu. Letzterer ist wahrscheinlich die bekannteste Ballettbekleidung und besteht aus dem Rock, welcher mit etlichen Tüllschichten umwickelt ist. Im Jahr 1832 trat in La Sylphide zum ersten Mal Marie Taglioni mit einem Tutu auf, wonach dieser zum meist genutzten Kleidungsstück der Balletttänzerinnen wurde. Klassischer Tanz fand damals noch für Ballerinas in Panniers, sogenannten Reifröcken statt. Durch leichtere sowie kürzere Tutus wurden jedoch nun die hohen Sprünge ermöglicht. Der klassische Tanz und seine Techniken ermöglichten somit auch Blicke auf die Beine, was zu damaliger Zeit äußerst unmoralisch war.

Das Tutu für eine romantische Variante ist stets wadenlang, wie es bei “Giselle” üblich ist. Erst wesentlich später wurde derartige Ballettbekleidung kürzer und stand exakt steif vom Körper ab, wie der “Schwanensee” zeigt. Für männliche Tänzer, die sogenannten Ballerinos, sind heutzutage ebenfalls Tutus verfügbar. Die Herren des Balletts tanzen meistens wesentlich lieber in eng anliegenden Strumpfhosen/Leggins in Kombination mit ganz geschlossenen Bodysuits oder körpernahen Shirts.

Ballett soll auf jeden Fall Spaß machen. Die heutige übliche Ballettbekleidung reicht vom Balletttrikot über Wärmekleidung bis zu Ballett-Strumpfhosen sowie Ballett-Schläppchen beziehungsweise Spitzen-Schuhen. Als erste Grundausstattung sollte ein Rüschen-Trikot oder ein Ballett-Rock angeschafft werden. Zur Ergänzung dazu dienen spezielle blickdichte Ballett-Strumpfhosen sowie passende Ballett-Schuhe.

Zudem gehört Wärmekleidung zum Equipment wie beispielsweise Ballett-Stulpen und eine Ballett-Wickeljacke für kältere Tage beziehungsweise zum Aufwärmen. Für Kinder werden oftmals Erstausstattungspakete angeboten, damit klassischer Tanz beziehungsweise Ballett ausprobiert werden kann. Hierin findet sich beispielsweise ein Kurzarm-Balletttrikot ohne Rüsche, eine Strumpfhose mit Fuß sowie Ballettschläppchen aus Leder mit durchgehender Sohle. Zur Auswahl stehen meistens die Farben rosé und weiß. So kann das Ballett unbeschwert ausprobiert werden.

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